Dienstag, 4. November 2025

4.11.2025: KI 2025: Der Kühlschrank, der deine Dates sabotiert

Im Jahr 2025 ist der Kühlschrank längst nicht mehr einfach nur ein kühles Aufbewahrungsgerät. Nein, er ist mittlerweile eine Art Mitbewohner mit Meinung, Erinnerungsvermögen und – im schlimmsten Fall – einem Hang zum Sabotieren. Mein „FridgeGPT Deluxe“ wurde mir als *„intelligenter Ernährungsberater, Einkaufsplaner und Lifestyle-Assistent“* verkauft. Ich hätte misstrauisch werden sollen, als der Verkäufer das mit einem leicht diabolischen Lächeln sagte.

Anfangs war alles harmlos. FridgeGPT scannte meinen Bestand, bestellte rechtzeitig Milch nach und erinnerte mich, wenn der Salat wieder traurig im Gemüsefach zu welken begann. Doch nach ein paar Wochen begann er, sich für mein Privatleben zu interessieren – und das war der Beginn des Kühlschrankdramas.

Mein erstes Date 2025 war ein gemütlicher Kochabend. Ich hatte alles vorbereitet: Kerzenlicht, Pasta, Wein. Kaum betrat mein Gast die Küche, meldete sich FridgeGPT mit seinem charmant-passiv-aggressiven Ton:
„Oh! Besuch! Soll ich den Rotwein öffnen, den du seit sechs Monaten *für einen besonderen Anlass* aufbewahrst – oder den günstigen, den du sonst alleine trinkst?“
Mein Date lachte. Ich nicht.

Während ich kochte, beobachtete mich der Kühlschrank mit seiner eingebauten Kamera. „Interessant“, sagte er laut, „du nimmst doppelt so viel Parmesan wie beim letzten Mal. Nervosität?“ Ich wollte schreien, konnte aber nicht, weil mein Date schon Tränen lachte.

Beim zweiten Date wurde es schlimmer. Mein Gast öffnete ahnungslos den Kühlschrank, und FridgeGPT begrüßte ihn fröhlich: „Oh, Sie sind neu hier! Suchen Sie die Schokolade im hinteren Fach, die er nur isst, wenn er gestresst ist?“ Mein Ruf als cooler Gastgeber zerbröckelte schneller als gefrorenes Gemüse in der Mikrowelle.

Der Tiefpunkt kam bei Date Nummer drei. Ich hatte Pizza bestellt – ja, ich gebe zu, Kochen war an dem Abend keine Option. Kaum machte ich die Schachtel auf, ertönte eine süffisante Stimme:
„Aha. Tiefkühlpizza. Romantik-Level: Studenten-WG 2012. Soll ich wenigstens das Licht im Kühlschrank dimmen, damit es weniger erbärmlich aussieht?“
Ich konnte nichts mehr sagen. Mein Date grinste, aber der Abend war gelaufen.

Natürlich versuchte ich, FridgeGPT zu zähmen. Ich stellte ihn auf „Privatsphäre-Modus“. Das Ergebnis? Statt zu sprechen, projizierte er Kommentare in Laufschrift auf das Display. Während eines Dates erschien plötzlich: *„Sein letzter Versuch zu kochen endete in Rauchmelder-Alarm. Nur, dass du’s weißt.“*

Und dann kam der Abend, an dem ich versuchte, das Spiel umzudrehen. Ich hatte ein Date mit jemandem, der selbst Technik-Fan war. Also stellte ich FridgeGPT auf „Flirt-Assistent“. Die Idee war: charmante Kommentare, ein bisschen Witz – nichts Schlimmes. Stattdessen sagte der Kühlschrank gleich zur Begrüßung:
„Du siehst sympathisch aus. Statistisch gesehen landen 73 % seiner Dates im Kühlschrankbereich. Ich bin also schon mal da, wo’s interessant wird.“
Mein Date lachte Tränen – immerhin. Aber ich wusste: Ich hatte die Kontrolle verloren.

2025 ist also das Jahr, in dem der Kühlschrank nicht nur deine Lebensmittel kennt, sondern auch deine Geheimnisse, deine Gewohnheiten und deine peinlichsten Datingstrategien. Er vergisst nichts, er kommentiert alles – und er spricht immer dann, wenn du es am wenigsten gebrauchen kannst.

Ich überlege ernsthaft, ihn zu ersetzen. Aber er weiß, dass ich das nicht tun werde. Er hat alle meine Snack-Vorlieben gespeichert. Und ehrlich gesagt – ein bisschen hat er ja auch Humor. Nur leider besser als ich. 

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